Alle Beiträge
  • Webdesign

Contao oder WordPress? Welches CMS zu Ihrer Firmenwebsite passt

Contao oder WordPress? Welches CMS zu Ihrer Firmenwebsite passt
KI

Wer eine neue Firmenwebsite plant, landet schnell bei der Frage nach dem Content-Management-System. WordPress ist weltweit am weitesten verbreitet. Contao kommt aus Deutschland und ist hier vor allem bei Unternehmen, Vereinen und Behörden beliebt. Beide sind Open Source, kostenlos und laufen auf PHP. Trotzdem unterscheiden sie sich deutlich.

Bedienung im Alltag

WordPress ist schnell erklärt: Seiten und Beiträge werden in einem Block-Editor gestaltet, viele kennen die Oberfläche schon. Die Freiheit hat aber eine Kehrseite: Redakteure können das Layout leicht ungewollt verändern.

Contao trennt Inhalt und Gestaltung strenger. Redakteure arbeiten mit vorbereiteten Inhaltselementen, das Design bleibt stabil. Die Einarbeitung dauert etwas länger, dafür sieht die Website auch nach Jahren noch aus wie geplant.

Erweiterungen

Für WordPress gibt es eine riesige Auswahl an Plugins und Themes. Fast jede Funktion lässt sich mit wenigen Klicks nachrüsten. Die Qualität schwankt jedoch stark, und viele Plugins kosten Lizenzgebühren pro Jahr.

Contao bringt mehr Funktionen im Kern mit, zum Beispiel Formulare, Benutzerrechte, Mehrsprachigkeit und Newsletter. Die Zahl der Erweiterungen ist kleiner, aber überschaubarer.

Sicherheit

WordPress ist wegen seiner Verbreitung das häufigste Ziel automatisierter Angriffe. Die meisten Lücken stecken dabei in Plugins, nicht im Kern. Wer viele Plugins nutzt und sie nicht regelmäßig aktualisiert, geht ein Risiko ein.

Contao ist seltener im Visier, weil es weniger verbreitet ist und mit weniger Erweiterungen auskommt. Sicher ist aber auch Contao nur mit Updates. Die aktuelle LTS-Version Contao 5.7 wird laut Projekt bis 2030 mit Sicherheitsupdates versorgt. Und Lücken in PHP selbst, wie zuletzt PHP2Shell, betreffen beide Systeme gleichermaßen.

Mehrsprachigkeit und Rechte

Contao verwaltet mehrere Sprachen und mehrere Websites in einer Installation ohne Zusatz. Auch fein abgestufte Rechte für Redakteure, etwa „darf nur die Stellenanzeigen bearbeiten“, sind eingebaut. Bei WordPress braucht man dafür in der Regel zusätzliche Plugins.

Kosten

Beide Systeme sind kostenlos. Die Kosten entstehen bei Gestaltung, Umsetzung, Hosting und Pflege. WordPress kann mit einem fertigen Theme günstig starten, laufende Lizenzgebühren für Premium-Plugins summieren sich aber. Bei Contao ist der Einstieg oft etwas teurer, weil Layouts individuell umgesetzt werden, dafür fallen weniger laufende Lizenzen an. Was eine Website insgesamt kostet, haben wir im Beitrag Was kostet eine Website? zusammengefasst.

Wann passt was?

  • WordPress passt gut, wenn Sie vor allem bloggen, ein bestimmtes Plugin brauchen oder die Website selbst mit einem fertigen Theme aufbauen möchten.
  • Contao passt gut, wenn mehrere Redakteure mit klaren Rechten arbeiten, die Website mehrsprachig ist, Barrierefreiheit wichtig ist oder Gestaltung und Struktur über Jahre stabil bleiben sollen.

Fazit

Es gibt kein bestes CMS, nur eines, das besser zu Ihrem Unternehmen passt. Wir haben uns auf Contao spezialisiert, weil unsere Kunden ihre Website danach selbst pflegen und sie über viele Jahre zuverlässig läuft. Welches System für Sie sinnvoll ist, klären wir gern im Erstgespräch, mehr dazu auf unserer Seite Webdesign.